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CCC Tour - Grody Piastowskie

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Hallo liebe Leser,

es meldet sich heute Robsi mit den Eindrücken und Ergebnissen von der CCC-Tour aus Polen.

Am vergangen Donnerstag startete die CCC Tour-Grody Piastowskie Rundfahrt für uns (Fabian, Poul, Sandro, Jonathan, Tarik, Toni und mir) und es ging gleich sportlich los. In Polen ist es üblich das Rundfahrten immer mit einem Kriterium beginnen, dort werden die Trikots für die erste Etappe vergeben. Die Trikotvergabe erfolgt jedoch erst in den letzten Runden des Rennens.
Jonathan sprintete von Anfang an gleich in den Wertungen mit und sammelte dabei fleißig Punkte, er wurde siebter in der Kriteriumswertung. Toni hatte das Nachwuchstrikot im Auge welches vier Runden vor Schluss ausgefahren wurde. Leider musste er sich im Sprint nur knapp geschlagen geben.

Am Freitag stand dann eine 160 Kilometer lange und ziemlich wellige Etappe auf dem Plan. Da in den ländlichen Gebieten von Polen die Straßen nicht die Besten sind war es wichtig immer konzentriert zu bleiben, den Kopf oben zulassen und ganz wichtig seinen Lenker fest zu halten, doch da war das Problem. Bereits wenige Kilometer nach dem Start kippte mein Lenker leicht nach vorn ab, so dass ich mich erst einmal vergewissern musste ob er jetzt komplett locker ist oder doch nur ein wenig nach gelassen hatte. Nach einer kurzen Slalomfahrt, herum um Rennfahrer die zu Fall gekommen waren oder Defekt hatten, versuchte ich am Materialwagen mit unserem Mechaniker Jörn den Lenker wieder fest zuziehen. Doch dies klappte nicht so wie gedacht. Lars schlug mir dann vor, ich solle den Inbusschlüssel mit nehmen und wenn die Straße besser würde die Schrauben nachziehen... das klappte dann auch erstaunlich gut.

Im weiteren Rennverlauf ging es hier und da mal über Schotterpisten und Kopfsteinpflaster wo unsere Reifen von Continental wieder einmal beste Dienste leisteten und uns keinen Defekt bescherten. Trotz all dem wollte mein Rad keine Ruhe geben und mein Schalthebel löste sich. Ich musste einen kurzen Pit Stopp einlegen und auf das Ersatzrad wechseln. Nach wenigen Kilometern mit dem Ersatzrad wechselte ich dann wieder zurück auf mein Rad. Hier wurde zwischenzeitlich der Schalthebel wieder festgezogen (im Video auf Facebook zu sehen). Auf der Schlussrunde, die zwei Mal zu fahren war, wartete jeweils noch immer ein Anstieg auf uns. Hier wurde das Fahrerfeld deutlich dezimiert. Fabian, Sandro und ich fuhren kurz vor dem Ziel noch ins Feld zurück. Da es jetzt aber nicht mehr weit bis zum Zielstrich war, schafften Fabian und ich es nicht mehr uns so zu positionieren um im Sprint ein Wort mit reden zu können. Fabian fuhr noch auf Platz 25.

Die zweite Etappe bot uns dann ein wunderschönes Auf und Ab an, insgesamt fünf Anstiege der 1. Kategorie plus den Schlussanstieg auf 134 Kilometern. Zehn Kilometer nach dem Start begann dann auch die Berg- und Talfahrt. Am zweiten Berg formatierte sich dann direkt ein großes Grupetto indem ich mitgefahren bin. Für Jonathan ging hier der Spaß erst richtig los, die Etappe lag ihm sehr. Leider übersah er dann in einer Abfahrt ein Schlagloch und zog sich einen Defekt am Vorderrad zu. Dieser konnte durch unseren Materialwagen nicht direkt behoben werden da dieser noch zu weit weg war und zwischen abgehangen Gruppen zur Spitze aufschließen musste. Vom neutralen Materialwagen übersehen kam ihm dann das Team Lotto-Kern Haus zu Hilfe und Jonathan bekam ein neues Vorderrad. Nochmal vielen Dank dafür !
Im Feld zurück ging es vor dem Schlussanstieg auf die Windkante und die Gruppe teilte sich. Leider war Jonathan nicht in der Position um bei der ersten Gruppe mitzufahren. Er fuhr am Schlussanstieg auf Platz 25.

Auf der letzten Etappe war es dann unser Ziel ins Finale einzugreifen. Unser Team formatierte sich etwa 20 Kilometer vor Schluss und versuchte mich in Position zu halten. Da es den ganzen Tag geregnet hatte und die Straßen sehr schmierig waren musste man die Kurven immer mit ein wenig Vorsicht genießen. Leider hatte Jonathan das Glück nicht auf seiner Seite.... erst riss ihm zu Beginn des Rennens der Bowdenzug und 15 Kilometer vor Schluss stürzte er. Somit fehlte ein wichtiger Mann für unseren Sprintzug. Als wir dann 10 Kilometer vor Schluss noch eine Bergwertung passierten wurde es richtig stressig, denn es konnte sich eine Gruppe von ca. 20 Fahrern lösen, wir reagierten schnell genug und so gaben Poul, Tarik und Sandro noch einmal alles um das Loch zu schließen. Fabian und ich versuchten dann im schnellen Finale uns so gut es ging zu zweit durch zu boxen und in Position zu halten. Das Ganze fühlte sich in etwa an wie Wasserski fahren, wir sprangen von Zug zu Zug um im kurvigen Finale vorn zu sein. Letztendlich erwischten wir doch nicht den richtigen Zug und am Ende Sprang dann nur noch ein enttäuschender 20ter Platz für mich hinaus.

Trotz all dem haben wir an diesem Wochenende wichtige und harte Rennkilometer gesammelt. Nächsten Sonntag geht es zur Erzgebirgsrundfahrt. Unser Ziel ist es hier ein Wörtchen mit zu reden um unsere Bundesligaplatzierung verbessern zu können.

Also bis dahin.

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09.05.2017 / team p&s
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