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Radklassiker Eschborn-Frankfurt

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Hallo Freunde,
schon wieder melde ich mich mit einem Bericht aus Frankfurt (Jonathan). Wie es scheint, bin ich in diesem Jahr für die Berichte mit den übelsten Wetterbedingungen in den Rennen verantwortlich (siehe Schönaich vor genau 2 Wochen…).

Nach der Anreise am Sonntag erkundeten wir noch in einer 2-stündigen Ausfahrt die Schlüsselstelle des Radklassikers – den Mammolshainer Berg. Trotz der Maximalsteigung von 23% hatten wir alle Spaß am Training, da die Sonne bei knapp 20 C° strahlte.

Am Renntag dann begann es schon während der Einschreibung (siehe Video) zu regnen und die Temperaturen fielen auf 8 Grad. So mussten wir wieder alle Register ziehen was unsere Regenklamotten hergaben.

Das Rennen begann sehr schnell und hektisch, in quasi jeder 2. Kurve auf dem durch Stadtgebiet führenden Weg zum 800 Meter hohen Feldberg, gab es Stürze. Dieser Stress nahm nach gut 50 Minuten und schon 40 gefahrenen km ein Ende, denn nun stand der 12 km lange Feldberg an. In einem gleichmäßig hohen Tempo schraubte sich das Feld auf den höchsten Berg im Taunus. Erstaunlicher Weise fuhr unser U23-Feld dabei 2 Minuten schneller als das Profifeld im World Tour Rennen. Dementsprechend fuhren von ursprünglich 160 gestarteten Fahrern nur noch 60 zusammen über den Kulminationspunkt, auf dem (welch eine Überraschung) 3 Grad und Dauerregen herrschten.

Komplett durchnässt und mit stark eingeschränktem Blickfeld stürzten wir uns mit 80km/h in die Abfahrt. Spätestens jetzt fror jeder im Feld. Nach 2 weiteren Bergwertungen und Abfahrten begann ich über mein langärmliges Regentrikot noch eine Regenweste zu ziehen, was allerdings länger dauerte als geplant. Schon war meine Gruppe im nächsten Anstieg. So konnte ich nur noch vom Ende der Gruppe sehen wie sich 9 Fahrer aus dem Staub machten und bis zum Ziel nicht mehr gestellt werden konnten. Mit Toni war auch noch ein Fahrer unseres Teams im übrig gebliebenen Hauptfeld. Wir motivierten uns vor dem letzten Berg nochmal gegenseitig und fuhren weit vorn in den Mammolshainer, um nicht noch mehr Fahrer ziehen zu lassen.

Das Tempo war von unten bis oben schnell, vor allem als auf dem letzten Kilometer Lüttich-Bastogne-Lüttich Sieger Björg Lambrecht (Belgien) von Lotto-Soudal alles gab. Schließlich blieben gut 30 Fahrer in meiner Gruppe übrig. Die letzten 30 km führten flach in Richtung Frankfurt. Dort waren noch 3 Schlussrunden á 3,4km zu fahren. In einem chaotischem Sprint auf den nassen und verwinkelten Straßen rund um die Alte Oper hielt ich nochmal voll rein, da noch ein paar Körner übrig waren. 6 Fahrer sprinteten schneller als ich, so dass am Ende Platz 16 (4. bester deutscher) zu Buche stand. Ein Ergebnis mit dem ich zufrieden bin, mich dennoch über die verpasste Gruppe ärgere. Regenrennen im Radsport haben ihre eigenen Gesetze, jeder kleine Fehler wird sofort bestraft.

Das Rennen gewann der niederländische Meister Fabio Jakobsen (SEG-Racing).
Auch Robert, Toni, Tarik, Fabian und Poul sammelten wichtige und harte Rennkilometer, die uns zusammen bei der ab Donnerstag anstehenden CCC-Grody-Tour (UCI 2.2) helfen werden gute Ergebnisse zu erzielen. Dort wird auch wieder Sandro zum Team stoßen der parallel beim Kriterium in Neukieritzsch 3. geworden ist.

Bis dahin Jonathan

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03.05.2017 / team p&s
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