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Cheesecake und Umag Trophy

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mario stiehl

Das letzte Training vor dem ersten Rennen der Saison fand erneut bei Temperaturen um den Gefrierpunkt statt. Erfreulicherweise ließ sich die Sonne blicken und sorgte bei uns für bessere Laune als am Vortag. Nach einigen Vorbelastungsintervallen, ließen wir uns es nicht nehmen auf dem Marktplatz von Porec ein Stück Cheesecake mit Himbeersoße zu essen. Nach der Ankunft im Hotel setzen sich mittlerweile automatisch Mechanismen in Gang. Robert ist hauptverantwortlicher Reiskocher und bei unserem Physiotherapeuten Heiko bekommt jeder Fahrer eine 30-minütige Massage, sodass für unser Wohl bestens gesorgt ist.

Am nächsten Morgen standen wir nun also nach Monaten der Vorbereitung in Umag am Start des 1. Rennens. Die Umag Trophy (UCI 1.2) fand auf einem flachen Rundkurs über 150 km statt. Auch heute wollten die Temperaturen nicht merklich über den Gefrierpunkt klettern. So wurde die Wahl der richtigen Klamotten die erste Herausforderung, denn viel anziehen ist einfach, aber zu viel darf es auch nicht sein (erst dehydrierst du, dann erfrierst du…). Unsere Kalas-Komplettausrüstung in Kombination mit den Wärmesalben leistete gute Arbeit und so musste keiner von uns frieren.

Das Rennen selbst verlief wie erwartet: viele motivierte Rennfahrer sorgten für viele Attacken und verursachten viele Stürze. Wir versuchten uns so gut es ging aus dem Stress herauszuhalten. 30 km vor dem Ziel begannen wir unseren Plan fürs Finale umzusetzen. Dabei zeigten zunächst unsere beiden Küken Markus und Dominik, die ihr erstes Männerrennen bestritten, dass sie bereits jetzt absolut wettbewerbsfähig sind. In einer guten Position lieferten sie den Rest der Mannschaft 20km vor dem Ziel an einer Schlüsselstelle ab. Danach übernahm ich die Führung mit Robert und Fabian am Hinterrad. So konnten in beiden im letzten Anstieg etwas sacken lassen und entscheidende Körner sparen. In der kurz darauf folgenden Abfahrt kam es zu einem folgenreichen Sturz der bei uns im Team für lange Gesichter sorge. Was mich angeht: ich kam von circa 50km/h durch hartes Bremsen fast zum Stillstand um nicht in die vor mir liegenden Fahrer rein zu brettern. Anderen Fahrern hinter mir gelang dies nicht und so rauschten sie in mich rein. Glücklicherweise zog ich mir dabei keine Verletzungen zu, jedoch wurde mein Vorderrad zerstört und mein Garmin Radcomputer, der sonst immer treu und zuverlässig war verabschiedete sich auf nimmer wiedersehen. Auch nach einer langen Suche an der Unfallstelle tauchte er nicht wieder auf. In der Videoanalyse am Abend im Hotel sieht man den Garmin noch auf die Straße fallen, in der nächsten Bildsequenz ist er jedoch nicht mehr zusehen, was den Verdacht weckte, dass ihn womöglich ein anderer Rennfahrer eingesteckt hat.

Der Sturz an Position 20 sorgte dafür, dass sich das Feld in mehrere Gruppen teilte und bei dem hohen Tempo im unmittelbaren Finale nicht mehr zusammenlief. Dabei verloren auch unsere beiden Sprinter Robert und Toni den Kontakt zur ersten Gruppe, die sich bis dahin durchaus in der Lage fühlten im Massensprint einzugreifen. Es gewann ein Norweger vom Team Coop der sich aus der Ausreißergruppe ins Ziel rettete.

Seid gespannt wie es hier weitergeht. Das Wetter zeigt sich weiter von seiner schlechten Seite: aktuell schneit es hier in Porec bei -2 Grad.

Sportliche Grüße

Jonathan

02.03.2018 / team p&s
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