facebook P&S TEAM THÜHRINGEN

DM Berg und Sauerlandrundfahrt

thumb_nscrhb_1504016180.jpg
christian schell

Am vergangenen Wochenende warteten 2 bergige Bundesligarennen auf uns. Zunächst am Samstag im Rahmen der Deutschen Bergmeisterschaft in der Rhön und danach am Sonntag im Sauerland.

Die schweren 117 km auf einer 17 km langen Runde durch die Rhön wurden wie ein Ausscheidungsfahren ausgetragen. Jede Runde verkleinerte sich das „Hauptfeld“. Nach 80 km konnte ich mich mit meinem Teamkollegen Immanuel in einer 6-köpfigen Gruppe vom Rest des Feldes absetzen. Kurz darauf verlor ich jedoch den Kontakt zur Gruppe um die Profis Björn Thurau (Kuwait) und Jonas Koch (CCC). Immanuel biss sich dort noch länger fest, wurde schließlich aber auch vom übriggebliebenen Feld wieder geschluckt. In der letzten Runde bekam ich etwas überraschend Krämpfe und konnte nicht weiter ins Renngeschehen eingreifen.

Mittlerweile habe ich auch begriffen mit welchem Fehler ich meine Leistung mehr geschadet, als verbessert habe. Immanuel dagegen behauptete sich in dem kleinen Hauptfeld und bewies damit seine Form und Qualitäten am Berg. Unser Allrounder Sandro komplettierte das Teamergebnis durch eine kämpferische Fahrweise in einer Verfolgergruppe. In der Endabrechnung bedeutete dies Platz 6 in der Tagesmannschaftswertung.

Direkt am nächsten Tag bekamen wir die Chance es besser zu machen. Wieder mussten wir viele Berge überqueren, doch diesmal kannte keiner von uns die Strecke.

Zu unserer großen Überraschung kam bereits bei Kilometer 7 nach einer unscheinbaren Linkskurve eine 20 %-ige Steigung auf schmaler Straße. Die folgende Abfahrt über einen gepflasterten Marktplatz zog das Feld in die Länge und eine 20-köpfige Spitzengruppe verabschiedete sich vom Rest des Feldes. Neben 6 Fahrern aus dem Team Sauerland, die ihre Streckenkenntnis eiskalt ausnutzten, hatten wir mit Fabian und Tarik auch 2 Fahrer vorne platziert.

Der Vorsprung wuchs bis zur 30%!!! steilen Hirschberger Wand schnell auf 1:30 Minuten und das Team Heizomat übernahm die Verantwortung im Hauptfeld und versuchte das Loch zu schließen. Dieser Vorgang wurde allerdings durch 2 Fehlleitungen des Pelotons unterbrochen. Anschließend wurden alle Gruppen kurzzeitig gestoppt und die alten Zeitabstände wiederhergestellt. Dennoch veränderte es den Charakter des Rennes massiv, da abgehangene Fahrer aufschließen und alle Fahrer sich erholen konnten.

Vor dem Finale im Skiort Winterberg mussten wir einen 15 km langen, allerdings nicht sehr steilen, Anstieg bewältigen. In der Anfahrt des Berges gaben Toni, Robert, Sandro und Poul alles um Immanuel und mich vorne zu positionieren. Kurz nachdem alle Fahrer der Spitzengruppe gestellt waren, attackierte Immanuel 6 km vor dem Ziel aus dem Feld heraus und konnte sich alleine absetzen. In der folgenden 4 km langen Abfahrt lief aber alles wieder zusammen und es kam zum Massensprint von 39 übrig gebliebenen Rennfahrern. Da ich mich aufgrund der perfekten Teamleistung den ganzen Tag schonen konnte war ich richtig heiß auf den Sprint. Nachdem ich mir Position 8 im Feld erkämpft hatte und nur noch 400 Meter zu fahren waren, staunte ich nicht schlecht als wir über 2 enge Rechtskurven über einen Marktplatz auf die Zielgerade schossen. Durch die Kombination von Kurven und dem hohem Tempo waren große Verschiebungen auf der Zielgeraden nicht mehr möglich und so sprintete ich auf Platz 7 über die Linie. Fabian machte es nicht viel schlechter und kam als 11 ins Ziel. Auch Immanuel erholte sich von seiner Attacke und kam als 24. rein. Da nicht viele Teams 3 Fahrer in der letzten großen Gruppe platzieren konnten gelang uns mit Platz 3 in der Tagesteamwertung ein Achtungserfolg bei diesem schweren Rennen. Dadurch verbesserten wir uns in der Gesamtteamwertung der Radbundesliga ebenfalls auf den 3. Rang, den es nun zu verteidigen gilt. In der Gesamteinzelwertung stehe ich nun auf einem soliden 9. Rang bei noch einem zu fahrendem Rennen der Serie (Bilster Berg 9. September).

Nächste Woche kämpfen wir in Genthin um den Deutschen Meistertitel im Mannschaftszeitfahren und versuchen dort gleichzeitig unsere Podiumsplatzierung abzusichern. Ihr könnt gespannt sein wie es läuft, denn im letzten Jahr waren wir bereits 4. und sind nun wirklich hungrig auf eine Medaille.

Sport frei Jonathan

thumb_gjzfy1_1504016149.jpg
thumb_vi1trm_1504016149.jpg
thumb_fkk1he_1504016149.jpg
thumb_iulj8m_1504016148.jpg
thumb_ndsdq5_1504016148.jpg
thumb_kohndp_1504016147.jpg
thumb_acglrs_1504016147.jpg
29.08.2017 / team p&s
zur Liste