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Hello again!

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mario stiehl

Heute melde ich (Jonathan) mich nochmal zu Wort und berichte euch über die 3 Etappen der Istrian Spring Trophy (UCI 2.2). Am Freitag starteten 180 Fahrer aus ganz Europa und den USA zur ersten Etappe über 160 km. Das Rennen wurde nach einer schnellen Anfangsphase kontrolliert ausgefahren und es kam zum Showdown am 5 km langen Schlussanstieg nach Labin. Bis 300 Meter vor dem Ziel konnte ich mich in der vordersten Gruppe halten, musste dann auf dem 15 Prozent steilen Kopfsteinpflaster zur Ziellinie aber abreißen lassen. Markus, Käßi, Toni und Robsi testeten ebenfalls ihre Bergform im Hinblick auf die kommenden Bundesligarennen. Michel, der nach vorrübergehender Krankheit im Trainingslager sein erstes Saisonrennen bestritt, schlug sich beachtlich und kämpfte sich ebenfalls ins Ziel. Noch vor 5 Tagen hätte von uns wohl keiner gedacht ihn hier nochmal auf dem Rad mit einer Nummer auf dem Rücken zu sehen.

Auf der 2. Etappe musste er dann am ersten schweren Berg des Tages anerkennen, dass es nicht möglich ist vom Krankenbett aufzustehen und bei einem schweren UCI Rennen mit 180 motivierten Rennfahrern einfach mal mitzurollen. Neben ihm mussten an diesem Tag noch 15 weitere Fahrer das Rennen verlassen. Nach dem der Rest der Bande sich so gut wie möglich schonte, sammelten wir uns 25 km vor dem Ziel, um das Finale der Königsetappe zum 6 km langen Kuchenberg (7% Steigung) vorzubereiten. Toni, Robsi und Käßi hielten mich und Wille hervorragend aus dem Wind. Leider gelang es uns nicht in optimaler Position in den Schlussanstieg zufahren, was bei dem alljährlichen Krieg im Mirna-Tal allerdings auch eine brutal schwere Aufgabe ist. Auf dem Weg zur Bergankunft selbst konnte ich dann eine zufriedenstellende Leistung abrufen und kam mit 1:12 min hinter dem Sieger aus der Schweiz ins Ziel. Der Rest der Bande nutzte den Berg zum Ausrollen um Körner für die letzte Etappe zu sparen.

Diese absolvierten wir komplett im Regen. Der Wind, die vielen Hügel und die kühlen Temperaturen ließen etwas Klassikerfeeling aufkommen. Unser Tagesziel war es endlich mal zum Sprinten zu kommen. Die letzten 3 km führten durch viele Kurven und glitschige Kreisverkehre. Erfreulicher Weise befanden sich Robert und Toni weit vorn und waren bereit für den Zielsprint. Doch auch diesmal passierte was passieren musste. Ein Sturz an Position 10 (auf gerader Strecke!) sorgte für einen Massensturz. Robert landete sofort auf dem Asphalt wogegen Toni, bei hoher Geschwindigkeit ausweichen konnte jedoch kurz darauf böse zu Fall kam und sich am Arm verletzte. Da ich meine Arbeit in der Sprintvorbereitung bereits getan hatte, konnte ich den Wollknäul aus bekloppten Rennfahrern und Carbonrädern mit etwas Abstand betrachten, ganz nach dem Motto: „The same procedure as every year.“

Mittlerweile sind wir auf der Rückfahrt nach Erfurt und müssen die Geschehnisse der letzten 15 Tage sacken lassen. Ich persönlich werde diese Woche nutzen um eine Hausarbeit für die Uni zu schreiben. Verrückterweise habe ich in Kroatien nicht mehr als das Deckblatt geschafft. Am Sonntag werden wir in Esplingerode erneut zusammenkommen. Verstärkt durch Sandro, Poul und Immanuel kämpfen wir dann im Harz um den ersten Saisonsieg. Auch Phillip befindet sich auf dem Weg der Besserung und wird sicher bald zum Team dazustoßen.

Hasta luego,

Jonathan

13.03.2018 / team p&s
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