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Sixdays Bremen

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Während sich meine Erfurter Trainingsgruppe im warmen Italien auf die kommende Saison vorbereitet, startete ich wie auch schon letztes Jahr beim Sechstagerennen in Bremen. Da Dominik leider kurzfristig krank wurde, bekam ich Unterstützung aus London. Kurz vor dem Rennen traf ich mich mit Rory. Viel Zeit zum reden blieb nicht, denn wir mussten uns auf das erste Madisonrennen vorbereiten.

Da die Bremer Bahn nur 166m lang ist, wurde vom Veranstalter eine Übersetzungsbegrenzung festgelegt. Vor jedem Start war es für alle Fahrer Pflicht dieses von den Kommisären überprüfen zu lassen.

Als der Pfiff zum Start ertönte ging es auch schon los und der Kampf um die besten Positionen begann. In einer aussichtsreichen Position wartete ich nun auf unseren ersten Wechsel, doch mein Partner war nicht zu sehen. So lief das nun einige Minuten, um genau zu sein 15Minuten. Er hatte vergessen die richtige Übersetzung auf sein Rad zu bauen und so musste ich die erste Hälfte des Rennens alleine bestreiten, was bei so einem hohen Tempo und den ständigen wechseln der anderen Teams unmöglich ist. Nach endlosen 15 Minuten konnte ich dann auch endlich mal eine Runde entspannen.

Das Rennen war gelaufen und für uns gab es nichts mehr zu holen. Die Gesamtwertung rückte ebenso in weite Ferne, da wir 11 Runden Rückstand auf die vorderen Teams hatten.

Das Pech verfolgte mich auch am darauffolgenden Tag, da ich bereits nach wenigen Runden durch einen tschechischen Fahrer stürzte. Ich konnte recht schnell das Rennen wieder aufnehmen, doch in dem entscheidenden Endkampf um die Punkte, konnten wir nicht eingreifen.

Im darauffolgenden Punktefahren, belegte ich den zweiten Platz. Dies gab mir Motivation für das letzte Madsionrennen an diesem Abend. Es wurde oft attackiert, da alle versuchten ihren Platz in der Gesamtwertung noch einmal zu verbessern. Mein Ziel war es nicht zu stürzen und noch ein gutes Tagesergebnis einfahren zu können. Wir hielten uns gut in Position und wollten in den letzten Sprints um die Punkte nochmal alles geben. Ich und ein anderer Fahrer attackierten und konnten uns vom Feld absetzen, nun war es nicht mehr weit bis zur Ziellinie. Für mich schien alles perfekt und ein einziger Wechsel trennte uns von den ersehnten Punkten. Doch wie es der Zufall wollte verpassten wir diesen und alle anderen frischen Fahrer sprinteten an mir vorbei. Auch dieses Rennen war durch einen unnötigen Fehler für uns gegessen. So beendeten wir das Rennen ohne eine Verbesserung der Gesamtwertung.

Mit meinem Einzelerfolg im Punktefahren bin ich dennoch zufrieden und freue mich auf das am übernächsten Wochenende anstehende Sechstagerennen in Berlin. Bei diesem werde ich zusammen mit Robert, der hoffentlich bei guten Wetter und Kaffee einige Trainingskilometer sammeln konnte, am Start stehen.

Bis dahin
Käßi

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18.01.2018 / team p&s
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